{"id":9809,"date":"2025-04-24T22:22:00","date_gmt":"2025-04-24T20:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/viaintegralis.ch\/?p=9809"},"modified":"2025-05-29T15:31:30","modified_gmt":"2025-05-29T13:31:30","slug":"interview-mit-bernhard-stappel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/2025\/04\/24\/interview-mit-bernhard-stappel\/","title":{"rendered":"Die Praxis des Zen hat mein Christsein vom Kopf auf die F\u00fcsse gestellt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Interview mit Bernhard Stappel,  Kontemplationslehrer via integralis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bernhard Stappel (BS)<\/strong> geh\u00f6rt zur Gr\u00fcndergeneration der via integralis. Er hat mit seinem Engagement und seinen Ideen wesentlich zur Struktur und inhaltlichen F\u00fclle unseres Vereins f\u00fcr Kontemplationslehrende beigetragen. Mit seiner Aufbauarbeit und Kreativit\u00e4t hat er unsere Lehrendengemeinschaft nicht nur gepr\u00e4gt, sondern immer wieder neu herausgefordert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Interview erfahren wir viel Pers\u00f6nliches aus seinem Leben und h\u00f6ren von Motivationen und Hinterg\u00fcnden zu seinem Wirken in der via integralis.<br>Das Interview f\u00fchrte <strong>Francesco Pedrazzini (FP)<\/strong>, Redaktionsmitglied und Co-Pr\u00e4sident des Vereins via integralis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FP:<\/strong><br><em>Bernhard, wie kamst Du zur via integralis?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>BS:<\/strong><br>Ich habe mich <strong>schon im Theologie-Studium mit Buddhismus und interreligi\u00f6sem Dialog befasst<\/strong>. Sp\u00e4ter kam es mir zugute: Inmitten einer beruflichen und pers\u00f6nlichen Krise mit ca. 40 Jahren lernte ich Niklaus Brantschen und Pia Gyger kennen und entschied mich, sofort mit dem Zen-Weg zu beginnen. Niklaus wurde mein Lehrer und Vorbild. Ich habe ihm viele Jahre assistiert. Und ich kann sagen: <strong>Die Praxis des Zen hat mein Christsein vom Kopf auf die F\u00fcsse gestellt.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2003 begann ich eine neue T\u00e4tigkeit in der Seelsorge &#8211; und daraus wurde ein Spagat zwischen Zen-Praxis und christlicher Verk\u00fcndigung. Es war exakt der Zeitpunkt, wo Pia und Niklaus die via integralis gr\u00fcndeten und zum 1. Lehrgang einluden. <strong>Ich bekam pl\u00f6tzlich die Chance, meine spirituelle<\/strong> <strong>Erfahrung und das theologische<\/strong> <strong>Wissen zusammen zu bringen: beides in mir zu integrieren!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FP:<\/strong><br><em>Was machte der Lehrgang mit Dir?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>BS:<\/strong><br>Im Lehrgang drehte sich vieles um das Verst\u00e4ndnis von integral, beziehungsweise: Was bedeutet Integration? Und was integrieren wir? Christlich-buddhistisch? Begegnung Ost-West? M\u00e4nnlich-weibliche Spiritualit\u00e4t? <br>Aus dem entweder-oder wurde rasch gegenseitige Inspiration; wir lernten zweisprachig zu denken &#8211; das half mir auch in der Seelsorge, weil ich sp\u00fcrte:<strong> jeder Mensch, mich eingeschlossen, tr\u00e4gt in sich seine eigene \u201espirituelle Muttersprache\u201c<\/strong>, mit der wir gewohnt sind, unsere Beziehung zu der Wirklichkeit, die wir Christen Gott nennen, und ebenso unsere vorsprachlich-religi\u00f6se Erfahrung in Sprache zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FP:<\/strong><br><em>Darf ich fragen, was das f\u00fcr dich bedeutet?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>BS:<\/strong> <br><strong>Meine Aufgabe als Seelsorger und Kontemplationslehrer, sehe ich nicht darin, etwas zu lehren, im Sinne von wissen-wo-es-lang-geht, sondern genau hinzuh\u00f6ren<\/strong> und in eine Beziehung mit den Menschen einzutreten, um sie besser zu verstehen. Nach dem Motto: Gott kennt das Herz jedes Menschen, und versteht die Sprachen aller Religionen, nicht nur die der Christen! Das ist in unserem globalen Zeitalter eine \u00fcberlebenswichtige Einsicht. In der via integralis versuchen wir daf\u00fcr einen <strong>praktischen Lernweg<\/strong> anzubieten, der nicht fix und fertig festgelegt ist, sondern stets aufs Neue f\u00fcr jeden ein Suchweg bleibt, eine Art Laboratorium. Daf\u00fcr brauchen wir uns gegenseitig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FP:<\/strong><br><em>Du hast sehr bald nach der Gr\u00fcndung, zusammen mit Hildegard Schmittfull die Gesamtleitung der via integralis \u00fcbernommen, hast im Lehrgangsteam mitgearbeitet, die Lehrer-Weiterbildung aufgebaut &#8211; und sp\u00e4ter, nach der Vereinsgr\u00fcndung, die Spirituelle Leitung \u00fcbernommen. Hat das mit Berufung zu tun?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>BS:<\/strong><br>Ich w\u00fcrde eher von Charisma oder&nbsp;Begabung&nbsp;sprechen: Ja, ich habe eine gewisse <strong>Begabung<\/strong>, strukturelle Prozesse wahrzunehmen und, insofern sie unbewu\u00dft ablaufen, sie ans Licht zu heben und zu gestalten, damit sie dem \u00fcbergeordneten Ziel fruchtbar sind. So kam ich dazu, ein Gef\u00e4\u00df f\u00fcr die Weiterbildung der Absolventen des Lehrgangs zu initiieren. 2011 fand die erste Weiterbildung statt zum Thema&nbsp;<em>\u201evia integralis \u2013 ein christlicher Initiationsweg. NADA als Eingangs-Schl\u00fcsselwort.\u201c<\/em>&nbsp;Seitdem gibt es j\u00e4hrlich diese Weiterbildung. Dabei geht es (modern ausgedr\u00fcckt) um Qualit\u00e4tsentwicklung der Lehrenden-Rolle. Ein 3-j\u00e4hriger Lehrgang macht noch keine perfekten Kontemplationslehrende. Auch nach der Ernennung bleiben wir \u201elernende Lehrerinnen und Lehrer\u201c solange wir leben. <strong>Wenn die Lernbereitschaft abnimmt, verblasst die Qualit\u00e4t unserer spirituellen Erfahrung.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du nach meiner&nbsp;<strong>Berufung<\/strong>&nbsp;fragst, dann sprichst du eine andere Ebene an.<br>Was mich angeht, kenne ich&nbsp;sie als eine Art innere Stimme&nbsp;seit meiner Kindheit. Sie ist verbunden mit der Sehnsucht nach einer lebendigen Beziehung zum \u201eGro\u00dfen Du\u201c, wie Dag Hammarskj\u00f6ld es formuliert. In diesem Sinne habe ich in meinem Leben viele \u201eZeichen am Weg\u201c erlebt. <strong>Um aber f\u00fcr diese&nbsp;Beziehung zur Transzendenz&nbsp;offen zu bleiben, mu\u00df ich meine spirituelle Intuition immer wieder neu sensibilisieren und ausrichten.<\/strong> So bin ich durch manche Krise hindurch gekommen &#8211; vielleicht kann ich sagen: gef\u00fchrt worden.&nbsp;<br>Das meine ich mit Berufung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>FP:<\/strong><br><em>Du hast den Vertiefungsweg des NADA initiiert &#8211; aus einem tiefen inneren Bed\u00fcrfnis heraus. Ich empfinde es als so etwas wie dein Lebensprojekt. Wie kamst du dazu?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>BS:<\/strong><br>2013 war f\u00fcr mich ein wegweisendes Jahr. Ich hatte mich schon 2008 intensiv mit \u201eNADA als Eingangs-Schl\u00fcsselwort\u201c befasst. Es blieb ein Unbehagen. Was mich umtrieb war die geballte Energie, die ich im Klang dieses kleinen W\u00f6rtchens NADA versp\u00fcrte.&nbsp;<em>\u201eGott ist ein lauter Nichts\u201c&nbsp;<\/em>dichtet Angelus Silesius und bringt diese meine Unruhe auf den Punkt. <strong>Denn das Nada-Nihil-Nichts verbindet zahlreiche Zeugnisse christlicher Mystikerinnen und Mystiker durch die Jahrhunderte wie ein roter Faden.<\/strong> Aber meine Besch\u00e4ftigung damit blieb zun\u00e4chst Kopfarbeit.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-1-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9847\" style=\"width:267px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-1-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-1-768x576.jpeg 768w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">2013 ging meine berufliche T\u00e4tigkeit in der Seelsorge zu Ende. <br>Da nahm ich mir eine 3-monatige Auszeit, um den \u00dcbergang zu gestalten und herauszufinden, was f\u00fcr die bevorstehende Phase wichtig sein sollte. Mein Freund Juris Rubenis in Lettland vermittelte mir eine einfache H\u00fctte direkt an den D\u00fcnen der Ostsee. Ich war mit mir allein:<strong> <\/strong><br><strong>\u201eDas Meer, der Himmel und ich\u201c schrieb ich ins Tagebuch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9850\" style=\"width:474px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-2-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-2-768x576.jpeg 768w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-Lettland-2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Anraten von Niklaus Brantschen nahm ich Dogens Shobogenzo als Lekt\u00fcre mit. Darin zog mich das Shikantaza, das \u201eNur Sitzen\u201c als Ur-Modell des Zazen, immer mehr in seinen Bann. Nichts als Sitzen: In dieser \u00dcbung liegt &#8211; so Dogen &#8211; die ganze F\u00fclle des Lebens. Das wollte ich schmecken. Die 3 Monate wurden zur Entdeckungsreise. <strong>\u201eNichts als Sitzen\u201c \u2013 da war es wieder: das NADA<\/strong>. Durch das Zazen, dem radikalen Vollzug des Loslassens, wurde NADA endg\u00fcltig Teil meiner Meditationspraxis und durchleuchtete allm\u00e4hlich mein ganzes Leben. Ich wurde selbst immer mehr zu diesem NADA. Ich begann meinen K\u00f6rper als \u201eleere\u201c Form neu wahrzunehmen, quasi als \u201eTempel&#8221; der Heiligen Geistkraft, die in mir wohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das NADA wurde zur Herausforderung, die Gegenw\u00e4rtigkeit zu leben<\/strong>. Pl\u00f6tzlich verstand ich die Worte Jesu aus Lukas 17: \u201eDas Reich Gottes ist nicht da und dort, es lebt inwendig in euch!\u201c&nbsp;&nbsp;Mit dieser Erfahrung begann f\u00fcr mich eine neue Etappe meines spirituellen Weges. Der NADA-Vertiefungsweg war geboren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin dankbar, da\u00df die via integralis heute mehrere Zugangswege f\u00fcr meditierende Menschen bereith\u00e4lt: neben dem <strong>&#8220;Weg der Schl\u00fcsselworte&#8221;<\/strong> gibt es das <strong>\u201eNur Sitzen in wacher Pr\u00e4senz\u201c<\/strong> und eben auch den <strong>\u201eWeg des NADA\u201c<\/strong>. Was den Ausdruck Vertiefungsweg angeht, spreche ich auch gerne vom &#8220;Praxisweg mit NADA&#8221;. <strong>Es geht darum, da\u00df wir mit dieser \u00dcbung des Sitzens in Stille bewu\u00dft einen Pfad spiritueller Praxis betreten, der unser Leben, unseren Alltag pr\u00e4gen wird: Schritt f\u00fcr Schritt.<\/strong> Im tieferen Sinne geht es um die Transformation von Gewohntem in ein neues Bewu\u00dftsein. Wir k\u00f6nnen es vielleicht als eine Art \u201eNeuprogrammierung unseres egoischen Betriebssystems\u201c verstehen, wie Cynthia Bourgeault es ausdr\u00fcckt. Die Bibel spricht davon \u201eein neuer Mensch zu werden\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Bernhard, Du hast Spuren hinterlassen! Zahlreiche von dir verfasste Brosch\u00fcren auf unserer Webseite zeugen von deinem Engagement f\u00fcr eine gut strukturierte Ausbildung zu Kontemplationslehrenden. Was war Dir besonders wichtig dabei?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BS:<br>2008 wurden Hildegard und mir die Leitung der Via Integralis \u00fcbergeben. Uns war von Anfang an klar: <strong>Das wichtigste bei unserer Art von Kontemplation ist die&nbsp;Praxis des Zazen<\/strong>. Sie unterscheidet uns von anderen Kontemplativen Wegen im Bereich christlicher Spiritualit\u00e4t. <strong>Es ist sozusagen das Herzst\u00fcck der via integralis<\/strong>, das Pia und Niklaus uns anvertraut haben, das \u201eNur Sitzen &#8211; in wacher Pr\u00e4senz\u201c! Das bedeutet: Wir meditieren nicht im Stile des Zen sondern praktizieren Zazen nach den Regeln dieser alten Kunst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Sinne habe ich zusammen mit einigen Lehrer*innen die entsprechende Handreichung<strong> \u201eDie Praxis des Zazen in der via integralis\u201c<\/strong> erarbeitet &#8211; und erg\u00e4nzend dazu eine weitere Anleitung f\u00fcr die&nbsp;<strong>\u201eSitzhaltungen\u201c<\/strong> in der Meditation. Sie wurden 2015 ver\u00f6ffentlicht. Ich w\u00fcnschte, da\u00df alle Lehrer*innen diese praktischen Handouts stets zur Hand haben, wenn sie nach der via integralis gefragt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderes Projekt war das <strong>\u201eHandbuch f\u00fcr die Kontemplationskurse der via integralis\u201c<\/strong>, das erstmals 2011 vorgestellt wurde zusammen mit einer<strong> &#8220;Sammlung von Gebeten und Rezitationen&#8221;<\/strong>. Beides sollte der Identit\u00e4t unserer Kontemplationsschule dienen &#8211; daran sollte man uns erkennen. Die Inhalte sind kein Dogma, aber die Rituale sind nicht beliebig. Das Handbuch ist Bezugspunkt f\u00fcr Anleitung und Weitergabe der Kontemplationspraxis. Dennoch bedarf es der Anpassung an Gegebenheiten vor Ort, an denen Kontemplation angeboten wird. Damit mu\u00df jeder\/jede Lehrer*in verantwortlich umgehen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich weise ich noch auf meinen <strong>\u201eKommentar zum NADA\u201c<\/strong> hin, der 2011 entstanden ist im Zusammenhang mit der 1. Lehrer-Weiterbildung. In ihm beschreibe ich den inneren Prozess, der uns auf diesem Weg erwartet: Je mehr wir uns \u201emit Haut und Haar\u201c darauf einlassen, werden wir immer mehr zu uns selbst gef\u00fchrt &#8211; bis zu dem Punkt, wo wir selbst zu diesem NADA werden und es verk\u00f6rpern. So wie es ein mittelalterlicher Meister formuliert:&nbsp;\u201eDer WEG ist nicht weit. Du mu\u00dft deinem Gott nur bis zu dir selbst entgegen gehen\u201c<em>.&nbsp;<\/em> <br>(Anm d. Red:  alle hier erw\u00e4hnten Brosch\u00fcren und Texte sind f\u00fcr Mitglieder der via integralis von unserer Webseite <a href=\"https:\/\/viaintegralis.ch\">viaintegralis.ch<\/a> herunterladbar unter: &#8220;\u00fcber uns&#8221; -&gt; &#8220;Texte und Anleitungen zur Kontemplation&#8221;)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind die wichtigsten Ver\u00f6ffentlichungen. Andere Brosch\u00fcren sind Gelegenheitsprodukte auf bestimmte Anl\u00e4sse hin, z.B. Bruder-Klaus-Jubil\u00e4um 2017. Auch am Buch <strong>&#8220;via integralis &#8211; wo Zen und christliche Mystik sich begegnen&#8221;<\/strong> von Niklaus und Pia, das ebenfalls 2011 erschien, durfte ich ma\u00dfgeblich mitarbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Neben der Einzelbegleitung siehst Du die Gemeinschaft von \u00dcbenden als spirituellen Lernort. Wie kommst du darauf?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BS:<br>Bez\u00fcglich Begleitung m\u00f6chte ich zun\u00e4chst sagen, da\u00df ich 25 Jahre lang auf dem Koan-Weg unterwegs war, begleitet von Niklaus Brantschen, meinem Lehrer. Ich habe sehr viel von ihm gelernt, er ist mir als Zen-Lehrer bis heute Vorbild! In der Kontemplation mu\u00dfte ich aber lernen, da\u00df es da Unterschiede gibt. Bei der Begleitung mit Schl\u00fcsselworten ist das nach au\u00dfen vielleicht nicht so sichtbar. Aber bei der konsequenten NADA-Praxis bin ich <strong>nur in der Anfangsphase \u201eLehrer\u201c im klassischen Sinne<\/strong>. Da geht es um das <strong>konsequente Ein\u00fcben in die Gegenw\u00e4rtigkeit<\/strong>. Da gibt es keine Kompromisse. Es ist wie bei einem Training und das kann Jahre dauern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn diese Erfahrung internalisiert ist, geht der spirituelle Weg aber weiter; <strong>dann bin ich vor allem als \u201eBegleiter\u201c gefragt<\/strong> &#8211; entscheidend kommt es darauf an, eine Beziehung zum \u201eInneren Meister\/zur inneren Meisterin\u201c aufzubauen. Die christliche Mystik nennt diese Erfahrung \u201eChristus in mir\u201c. Auch dieser Abschnitt geht nur in Einzelbegleitung. Meine Aufgabe ist es dann, <strong>die Sensibilit\u00e4t und H\u00f6rf\u00e4higkeit f\u00fcr die \u201eleise Stimme\u201c des Herzens zu schulen<\/strong>, um das von Jesus angesprochene ber\u00fcchtigte \u201eNadel\u00f6hr f\u00fcr den Zugang zum Ewigen Leben\u201c (Mk 10) passieren zu k\u00f6nnen. Hier kann der Umgang mit NADA als Leitwort sehr hilfreich sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter kommt eine <strong>Zeit in der Art des \u201ePilgerns\u201c bzw. der Selbsterfahrung mit Christus als innerem Begleiter<\/strong>. Wir entdecken nach und nach die Sch\u00e4tze der Mystik und machen sie uns zu eigen. Zum Beispiel die wunderbaren Gebete und Rezitationen von Dionysius Areopagita, Bruder Klaus, Johannes vom Kreuz, Dag Hammarskj\u00f6ld u.a., die nun aus der eigenen Erfahrung von innen her zum Leuchten kommen. Wir lernen dann sozusagen in den Fu\u00dfstapfen der Mystiker zu gehen\u2026&nbsp;<strong>Und irgendwann ist dann die Zeit \u201ereif\u201c &#8211; ich nenne den Zustand \u201eEinssein im Alltag\u201c<\/strong>. Dann gen\u00fcgen kleine Talks \u201eauf Augenh\u00f6he\u201c, die ich mit \u00dcbenden vereinbare; die modernen Medien sind hier durchaus hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Und die Bedeutung der Gruppe?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BS:<br>Neben der Begleitung von \u00dcbenden im Einzelgespr\u00e4ch ist in der via integralis generell die Gemeinschaft der \u00dcbenden ein<em>&nbsp;<strong>spiritueller Lernort<\/strong><\/em>&nbsp;von gro\u00dfer Bedeutung. Sie erw\u00e4chst aus dem gemeinsamen Sitzen in Stille. Wir haben deshalb bei den Lehrg\u00e4ngen von Anfang an die sog. \u201eLernpartnerschaften\u201c eingef\u00fchrt: <strong>Im Dialog einer festen Lerngruppe lerne ich \u00fcber meine innere Erfahrung zu sprechen und gemeinsam dar\u00fcber zu kommunizieren. <\/strong>Das ist eine wichtige Kompetenz, wenn ich andere Menschen begleiten will.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"760\" src=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-2-e1745319083488-1024x760.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9844\" style=\"width:467px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-2-e1745319083488-1024x760.jpeg 1024w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-2-e1745319083488-300x223.jpeg 300w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-2-e1745319083488-768x570.jpeg 768w, https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bernhard-2-e1745319083488.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus ist eine Dialog-Kultur entstanden, die wir explizit in der NADA-Vertiefungsgruppe pflegen, einer Gruppe von \u00dcbenden auf dem Praxis-Weg des NADA mit langer Erfahrung. Sie trifft sich dreimal im Jahr. Inzwischen w\u00e4chst unter uns die Wahrnehmung eines WIR, das mehr ist als die Summe der Erfahrungen einzelner Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Es konstelliert sich ein gemeinsamer Lernweg, der alle Beteiligten inspiriert und voranbringt. Wir lernen gemeinsam und voneinander, was spirituell leben bedeutet. <strong>Beim H\u00f6ren aufeinander entsteht so etwas wie ein WIR-Raum mit einem mehr an Bewu\u00dftheit, welches das bipolare Setting des Einzelgespr\u00e4chs allein nicht bieten kann.<\/strong> Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df uns hier ein Schl\u00fcssel in die Hand gegeben ist, den wir auch kollektiv als Menschheit auf dem Weg in die Zukunft dringend brauchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Du warst noch vor kurzem schwer krank und dem Tode nahe. Was hat dieser tiefe&nbsp;Lebenseinschnitt mit dir gemacht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BS:<br>Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich vorausschicken: ich blieb mein ganzes Leben lang gesund und von schwerer Krankheit verschont. Dennoch war ich mehrfach an bestimmten Kreuzungspunkten meines Weges mit der akuten M\u00f6glichkeit des Todes konfrontiert. Aber ich durfte weiterleben &#8211; nun mit dem Wissen, welch gro\u00dfes Geschenk mein Leben darstellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach meinem 70. Geburtstag wurde ich dann pl\u00f6tzlich mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, die zun\u00e4chst ganz unauff\u00e4llig verlief, im Sommer 2022 aber eskalierte. Chemotherapie, Ansteckung durch Corona und eine schwere Lungenentz\u00fcndung brachten mich innerhalb weniger Monate an den Rand meiner Lebenskr\u00e4fte. Der Ausgang war offen. Es pushte mich unvermittelt in einen v\u00f6llig neuen Zustand, wo mir mein Leben wie eine Zumutung vorkam. Ich sp\u00fcrte instinktiv die spirituelle Herausforderung, die darin enthalten war: <strong>Was n\u00fctzt dir deine Spiritualit\u00e4t, wenn du einfach keine Kraft mehr zum Leben hast?<\/strong> NADA hat mich gelehrt, jeden Augenblick als solchen bewu\u00dft zu leben, ja ihn willkommen zu heissen. Das war meine Rettung. Allerdings mu\u00dfte ich mein Leben neu \u201elernen\u201c: Atmen unter Atemnot; den Umgang mit meiner Gedanken-Achterbahn in schlaflosen N\u00e4chten; das blinde Tasten nach einer Gegenwart an meiner Seite, die mit mir mein Leiden teilt. Und in all dem die Dauer-\u00dcbung des NADA-NADA-NADA nichts als NADA.<strong> Ich kam mir vor wie ein Anf\u00e4nger &#8211; und sp\u00fcrte dennoch: genau dies und genau so ist das ganze Leben!<\/strong> Diese Erfahrung und die heilende N\u00e4he von Gabriele, meiner Frau, halfen mir durch die Talsohle hindurch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im R\u00fcckblick kann ich sagen: Es war in gewisser Weise eine Art Sterben und Auferstehen. Seitdem spreche ich anders von NADA, vom \u00dcben auf dem Kissen, von der Gro\u00dfen Gegenwart in meinem Leben. <strong>NADA aussprechen bedeutet f\u00fcr mich seither einfach: Ja zu sagen zum gegenw\u00e4rtigen Moment, so wie er sich mir zeigt.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Welche Bedeutung hat aus Deiner Sicht die via integralis in der heutigen Welt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BS:<br>Ich nenne ein paar Stichworte, die mir pers\u00f6nlich wichtig sind:&nbsp;<br>Viele Menschen tragen, trotz medialer \u00dcberforderung die Sehnsucht nach einer&nbsp;<strong><em>Kultur der Stille<\/em><\/strong>&nbsp;in sich. Es kann nicht genug R\u00e4ume und Gemeinschaften geben, wo diese Kultur nah an den verschiedenen Lebensr\u00e4umen erfahren und einge\u00fcbt werden kann.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die via integralis sch\u00e4rft unser <strong>Bewu\u00dftsein, dem So-Sein unserer Welt, wie sie ist, ins Auge zu schauen<\/strong>, und Zeugnis zu geben von unserem Wissen um die Verbundenheit mit Allem. Die Zielgestalt unseres kontemplativen Lebens ist vorgegeben:&nbsp;<strong><em>Dem Leben dienen.<\/em><\/strong>&nbsp;Da stimmen Christus und Buddha v\u00f6llig \u00fcberein!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Schl\u00fcssel ist <strong>der bewu\u00dfte&nbsp;<em>Umgang mit eigenem und mit fremdem Leid oder Leiden<\/em><\/strong>: wir ben\u00f6tigen dringend einen zeitgem\u00e4\u00dfen Zugang zu dem, was die christliche Mystik das \u201eKreuz Christi\u201c nennt; das Kreuz ist nicht nur ein Narrativ von vor 2000 Jahren, sondern brutale Realit\u00e4t f\u00fcr zahllose Menschen&nbsp;<em>around the world<\/em>. Wie viele Menschen sind allein gelassen mit dieser Erfahrung. Vor wenigen Jahren haben wir die Initiative \u201eMeditieren f\u00fcr eine friedliche Welt\u201c gestartet. Davon braucht es noch viel mehr. <strong>Denn unsere Kontemplation ver\u00e4ndert sich im Angesicht des Leidens.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zustand unserer Weltsituation wird zunehmend chaotisch und bedrohlich. Gleichzeitig macht sich die Ohnmacht wie ein Virus in den Herzen der Menschen breit. Auf ihrer R\u00fcckseite warten Wut, Aggression und Destruktivit\u00e4t.&nbsp;<strong><em>Der integrale Weg<\/em>, den Polarisierungen zu widerstehen, ist f\u00fcr die Zukunft der Menschheit unverzichtbar<\/strong>, wollen wir nicht in der gegenseitigen Vernichtung landen. Teilhard sagte: \u201eDie Menschen werden zur Menschheit; <strong>liebt oder ihr geht zugrunde<\/strong>\u201c. Das ist heute bitterer Ernst!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu braucht es von jeder und jedem Einzelnen die&nbsp;<strong><em>Bereitschaft zur Transformation<\/em>, sich ver\u00e4ndern zu lassen und die Komfortzone zu verlassen<\/strong>. Das, was Jesus eine \u201eneue Sch\u00f6pfung\u201c nennt, ist kein Luxusartikel, den wir konsumieren k\u00f6nnten. <strong>Sie beginnt bei jedem einzelnen, in der Stille unseres Herzens<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich darf abschlie\u00dfend nochmals auf den Praxisweg mit&nbsp;NADA&nbsp;hinweisen: er bietet eine gute M\u00f6glichkeit, sich <strong>bei dieser pers\u00f6nlichen Transformation begleiten zu lassen<\/strong>. Je tiefer wir in ihn eintauchen, umso mehr k\u00f6nnen wir erfahren, was Menschsein wirklich bedeutet!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">FP:<br><em>Herzlichen Dank, Bernhard!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Link zur <a href=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Chronik-der-via-integralis-2004-2021.pdf\">Chronik der via integralis 2004-2021<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Bernhard Stappel, Kontemplationslehrer via integralis Bernhard Stappel (BS) geh\u00f6rt zur Gr\u00fcndergeneration der via integralis. Er hat mit seinem Engagement und seinen Ideen wesentlich zur Struktur und inhaltlichen F\u00fclle unseres Vereins f\u00fcr Kontemplationslehrende beigetragen. Mit seiner Aufbauarbeit und Kreativit\u00e4t hat er unsere Lehrendengemeinschaft nicht nur gepr\u00e4gt, sondern immer wieder neu herausgefordert.&nbsp; In diesem Interview&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/2025\/04\/24\/interview-mit-bernhard-stappel\/\" rel=\"bookmark\">Read More &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Die Praxis des Zen hat mein Christsein vom Kopf auf die F\u00fcsse gestellt<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":102,"featured_media":9841,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","neve_meta_reading_time":"","footnotes":""},"categories":[525,65,37,587,64],"tags":[],"class_list":["post-9809","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-interview","category-newsletter","category-nl-19","category-spiritueller-impuls"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/102"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9809"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9888,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9809\/revisions\/9888"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/viaintegralis.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}