{"id":7501,"date":"2023-05-26T00:30:00","date_gmt":"2023-05-25T22:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/viaintegralis.ch\/?p=7501"},"modified":"2023-11-28T15:08:55","modified_gmt":"2023-11-28T14:08:55","slug":"transpersonale-phaenomene-auf-dem-weg-der-kontemplation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/viaintegralis.ch\/fr\/2023\/05\/26\/transpersonale-phaenomene-auf-dem-weg-der-kontemplation\/","title":{"rendered":"Transpersonale Ph\u00e4nomene auf dem Weg der Kontemplation"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erfahrungsbericht zu einer via integralis-Fortbildung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTranspersonale Ph\u00e4nomene\u201c \u2013 f\u00fcr mich zu Beginn ein sperriges Wortpaar, mit dem ich kaum Vorstellungen verband. Und dies, obwohl das Thema bereits w\u00e4hrend unserer Ausbildung zu Lehrenden der via integralis Bestandteil des Curriculums war. Mein diesbez\u00fcgliches \u201aNichtwissen\u2018 hing wohl damit zusammen, dass ich in meinem bisherigen Leben im Austausch mit Menschen im privaten und beruflichen Umfeld kaum Kenntnisse dar\u00fcber erworben, geschweige denn solche Ph\u00e4nomene selber bewusst erfahren und reflektiert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun \u2013 warum habe ich die Fortbildung, die von Margrit Wenk-Schlegel und Bernhard Lenfers Gr\u00fcnenfelder geleitet wurde, dennoch besucht? Weil im Flyer zum Kurs einleuchtend begr\u00fcndet wurde, warum das Thema \u201atranspersonale Ph\u00e4nomene\u2018 f\u00fcr uns Lehrende wichtig und f\u00fcr Menschen, die regelm\u00e4ssig meditieren, hilfreich ist: Auf dem Weg der Kontemplation, auf dem Weg in die Tiefe, k\u00f6nnen einzelne \u00dcbende Ph\u00e4nomene wahrnehmen, die dem Alltagsbewusstsein weder zug\u00e4nglich noch verst\u00e4ndlich sind. Solche Erfahrungen k\u00f6nnen Geschenk sein, sie k\u00f6nnen aber auch stark verunsichern, schmerzen und qu\u00e4len. Vor allem f\u00fcr letzteres ist es wichtig, im Gespr\u00e4ch mit einer Begleitperson Verst\u00e4ndnis, Deutung und Orientierung zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits in der Ausschreibung wurde thematisiert, dass eine Systematisierung von transpersonalen Ph\u00e4nomenen kaum m\u00f6glich ist. Denn kulturell und historisch bedingt existiert eine verwirrende Vielfalt von Begrifflichkeiten und Definitionen, die sich in verschiedenen psychologischen Schulen, religi\u00f6sen Traditionen und spirituellen Wegen verorten. So ging es denn der Kursleitung vor allem darum, uns f\u00fcr energetische, subtile und ausser- oder \u00fcbersinnliche Erfahrungen zu sensibilisieren und Sprache daf\u00fcr einzu\u00fcben, quasi Theorie und eigene Erfahrung zu verbinden. Dies sollte \u2013 neben Kontemplation \u2013 mit inhaltlichen Impulsen, thematischen \u00dcbungen mit pers\u00f6nlicher Reflexion und Lernpartnerschaften geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vier Vortr\u00e4gen erfuhren wir von transpersonalen Ph\u00e4nomenen im Kontext von Kontemplation, Theologie und Begleitung auf dem Lebensweg, von Ph\u00e4nomenen spiritueller \u00d6ffnung (u.a. Kundalini, Chakren) sowie von Inspiration und Intuition (Hellf\u00fchlen, -schmecken, -h\u00f6ren, -sehen). Durch die Schilderung eigener Erfahrungen wirkten die Vortr\u00e4ge der beiden Kursleitenden besonders lebendig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"728\" src=\"https:\/\/viaintegralis.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/viNL015_TPP_Ausschnitt-scaled-e1682715109546-1024x728.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7735\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass das Thema \u201eTranspersonale Ph\u00e4nomene\u201c nachhaltiger bei mir angekommen ist, hat sicher damit zu tun, dass wir nicht nur mit dem \u201aKopf\u2018 Geh\u00f6rtes reflektierten, sondern dass wir uns vertrauensvoll auf K\u00f6rper\u00fcbungen einliessen, quasi ganzheitlich als K\u00f6rper-Seele-Geistwesen energetische \u00dcbungen und K\u00f6rpermeditationen praktizierten und die dabei gemachten Erfahrungen <strong>&#8211; <\/strong>in Einzelarbeit und in Lerngruppen \u2013 in Sprache fassten. In Erinnerung bleibt mir etwa \u2013 beim Ber\u00fchren meiner H\u00e4nde mit denjenigen einer anderen Person \u2013 die subtile Erfahrung von fliessender W\u00e4rmeenergie beim \u201aGeben\u2018 und \u201aEmpfangen\u2018, oder dass ich nach einer Chakrenmeditation tats\u00e4chlich intuitiv genau wusste, wo ich ber\u00fchrt werden wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewusst wurde mir w\u00e4hrend dieser Fortbildung vor allem auch, dass ich in meinem Leben und insbesondere auf meinem langj\u00e4hrigen Weg der Kontemplation schon l\u00e4ngst Transpersonales erfahre, das alle Ratio \u00fcbersteigt. Transpersonale Erfahrung hier verstanden als eine Erfahrung, welche die Wahrnehmung des empirischen Ichs in unserer Raum-Zeit-Dimension transzendiert in ein erweitertes Bewusstsein, analog dem Sprung vom mechanistischen Weltbild zu demjenigen der Quantenphysik oder \u2013 im Modell von Jean Gebser \u2013 von der mentalen Bewusstseinsstufe zu einem integralen Bewusstsein im Laufe der Evolution. Auch bei Mystikern und Mystikerinnen finden sich Umschreibungen f\u00fcr dieses eigentlich Unsagbare. In den Worten von Margrit Wenk-Schlegel: \u201eLetztendlich und im Tiefsten ist unser gesamtes Sein und jegliche Erfahrung transpersonal, denn alles, was existiert ist durchwirkt vom EINEN SEIN, das sich in den verschiedensten Formen zeigt, das wir sind und das unser kleines Ich doch bei weitem \u00fcbersteigt.\u201c Auf dem Weg zu dieser Einheitserfahrung sind wir Menschen unterschiedlich durchl\u00e4ssig. Unterschiedliche individuelle \u00d6ffnungserfahrungen mit den damit verbundenen k\u00f6rperlichen, emotionalen und geistigen Prozessen besser zu verstehen und zu begleiten, Vertrauen in diese Prozesse zu haben, dazu hat diese Fortbildung \u201eTranspersonale Ph\u00e4nomene\u201c beigetragen. Daf\u00fcr bin ich Margrit Wenk-Schlegel und Bernhard Lenfers Gr\u00fcnenfelder dankbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beatrice Sutter, Kontemplationslehrerin via integralis<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrungsbericht zu einer via integralis-Fortbildung \u201eTranspersonale Ph\u00e4nomene\u201c \u2013 f\u00fcr mich zu Beginn ein sperriges Wortpaar, mit dem ich kaum Vorstellungen verband. Und dies, obwohl das Thema bereits w\u00e4hrend unserer Ausbildung zu Lehrenden der via integralis Bestandteil des Curriculums war. 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