Kultur der Stille in einer friedlosen Welt

Margrit Schlegel-Wenk

Impuls zum Thema der vi Jahresversammlung 2019 am 19. Januar 2019 in Wislikofen

Was bedeutet der Begriff: friedlose Welt? Was brauchen wir als Menschheit, um wirklich in Frieden leben zu können?

In unserem Einsatz in Entwicklungszusammenarbeit in Kolumbien in den Jahren (1980-1984) hat es ein sehr engagierter kolumbianischer Freund aus einem Bergdorf unserer Pfarrei auf den Punkt gebracht mit einer einfachen Zeichnung:

Er hat ‚PAZ‘ (Frieden) geschrieben und hat dann auf dieses ‚Z‘ eine Friedenstaube gesetzt und das Z beginnt zu kippen, daraus gibt es ‚PAN‘(Brot). Also: es gibt keinen Frieden, solange Ungerechtigkeit da ist, solange noch Menschen hungrig schlafen gehen und die Eltern ihren Kindern nicht das geben können, was sie brauchen. Die Erde gibt uns mehr als genug. Ich bin überzeugt, der Wunsch, dem Frieden zu dienen, führt ins Engagement für Gerechtigkeit. Nicht in einen Aktivismus – aber in den Wunsch: möge es allen Wesen gut gehen. Mögen alle Wesen glücklich sein und in Sicherheit und Frieden leben können. Aus dieser Haltung heraus wächst unsere Bereitschaft, uns zu engagieren und zu teilen.

Kontemplation – der Weg nach Innen – macht uns hellhörig und sensibel gegenüber dem, was in der Welt läuft. Meditieren für eine friedliche Welt bringt uns „in Bewegung“
und fragt nach den Konsequenzen:

No hay paz sin pan (es gibt keinen Frieden ohne Brot). Jeder Mensch, der hungert ist ein Schrei nach Gerechtigkeit, den wir hören müssen um alles dran zu setzen, dass sich seine Situation verbessert. Ein Lied aus Kolumbien besingt:

‚No, no basta rezar…‘ – ‚nein, nein, es reicht nicht zu beten.
Es fehlt noch so viel um wirklich Frieden zu verwirklichen‘.

Wenn wir uns auseinandersetzen mit der Frage des Hungers in der Welt, ist es wichtig, dass wir die Fakten genau studieren. Das Buch Factfullness von Hans Roseling beschreibt zwar, dass der Anteil der Hungernden in der Welt zurückgegangen ist, erwähnt aber nicht, dass die Messemethoden der FAO sich verändert haben und daher das Bild positiver zeichnen als es in Realität ist. Die traurige Wahrheit ist, dass heute mehr Menschen auf der Welt Hunger leiden als vor 20 Jahren. Es bleibt noch viel zu tun für eine gerechtere Welt in der Leben in Fülle und Würde für Alle möglich ist. Zum Handeln in diese Richtung will uns die Meditation auch sensibilisieren. `No basta rezar!`, es braucht unser Engagement auch auf der politischen Ebene. Sowohl als auch!

Thema Krieg und Frieden:

Kultur der Stille in einer friedlosen Welt: In den Nachrichten hören wir täglich von Kriegen und bewaffneten Konflikten. Dazu eine Frage:

In welchen Dekaden gab es Deiner Meinung nach am meisten Kriegstote?
a) 1910 – 1920
b) 1940 – 1950
c) 2005 – 2015

Das Schaubild spricht eine klare Sprache:

In den Vierzigerjahren gab es pro 100’000 Menschen durchschnittlich 201 Kriegstote pro Jahr. In den letzten Jahren seit 2000 gab es ca. 1 Kriegstoten pro 100’000 Menschen! Unsere Welt ist also zweifelsfrei – nimmt man die Statistiken der UNO als Grundlage – friedlicher geworden. Das gilt auch dann, wenn verschiedene Mechanismen in uns selbst und in der öffentlichen Berichterstattung uns anderes vorgaukeln.

Hans Rosling (ein Arzt, Wissenschaftler und Schwertschlucker) nennt diese Mechanismen „Instinkte“ und beschreibt sie anschaulich in seinem Buch „Factfullness – wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“ ¹. Es geht darin nicht darum, den Horror, den es zweifelsohne in unserer Welt noch gibt, zu bagatellisieren. Auch nicht darum, die Bedeutung herunterzuspielen, die der Beendigung aktueller Konflikte zukommt. Wir sollten nicht vergessen, es gibt Dinge, die schlecht laufen und besser werden (müssen). Dinge, die sich zwar verbessert haben aber trotzdem noch schlecht sind…

‚es ist nicht so, dass wir es schon erreicht hätten, aber wir sind auf dem Weg‘. Schreibt Paulus im Philipper-Brief 3.12.

Bleiben wir auf dem Weg als friedensbewegte Menschen in unseren Gedanken, in unseren Beziehungen, in einem sorgfältigen Umgang mit der Schöpfung, in einer achtsamen Verwendung der Resourcen dieser Welt und in einem bewussten Konsumverhalten. Im Wissen, dass das, was wir zu viel brauchen, andern zum Leben fehlt.

Ausrichtung der Kräfte

Im unserem Text der ‚Ausrichtung der Kräfte‘ sprechen wir zu Beginn eines jeden Kontemplationstages die Sätze:

Mit liebendem Herzen setze ich mich ein
für Gerechtigkeit und Frieden in mir,
in meinen Beziehungen und in der Welt,
sowie für die Bewahrung der Schöpfung.

Dann setzen wir uns mit dieser Deklaration (in einer früheren Fassung des Textes sprachen von „Selbstverpflichtung“!) in die Stille, lassen in der Schweigemeditation aber alle unsere Vorstellungen los über das, was möglich oder unmöglich scheint. Es zählt allein das Bewusstsein, dass wir auch im Zustand des Nicht-Denkens Teil dieser zerbrechlichen und nach Frieden und Gerechtigkeit hungernden Welt sind.

Ist Stille-Sitzen also eine Art von Friedensarbeit?

Wir alle wissen es: dieses Sitzen ist nicht immer Honiglecken. In der Stille begegnen wir auch unseren eigenen Schattenanteilen. Wir begegnen Aspekten von uns selbst, die nicht glänzen und deren wir uns schämen. Gedanken können auftauchen, von denen wir froh sind, wenn andere sie nicht sehen. Gefühle, die ums egozentrische Ich kreisen usw. … Auch in solchen Erfahrungen heißt es: hinschauen, wahrnehmen, für ‚wahr‘ nehmen und lassen. Ja, auch das gehört zu mir. Ich habe alles Potential in mir, das Potential der ganzen Menschheit.

Die Samen von allem sind in uns angelegt. Die Frage ist einfach: was nähre ich in meinem Leben, in meinem Alltag? Nähre ich die Samen des Hasses, des Ärgers – oder nähre ich die Samen des Annehmens, des Vertrauens in die Wandlung? Nähre ich die Samen der
Freude, des Friedens… oder verliere ich mich in Gedanken wie: ‚warum hat der das so
gesagt… der hat doch sicher etwas gegen mich…‘
 Wir alle kennen dieses Karussell. Die Frage ist doch: Was mache ich damit? In welche Haltung gebe ich meine Kraft – und „richte ich mich aus“?

Stille verändert uns

Dazu passt folgender Text von Jack Kornfield aus seinem Buch ‚Frag den Buddha – und geh den Weg des Herzens‘ ²:

Zweck spiritueller Übung ist, mit dem Krieg-Führen aufzuhören – nicht durch die Kraft des Willens sondern ganz organisch durch ein besseres Verstehen und durch regel-mässiges Training. Wenn wir aufhören zu kämpfen, sehen wir alles ganz neu… Wenn wir aufhören zu kämpfen und unser Herz öffnen für die Dinge, wie sie sind, werden wir in die Lage versetzt, uns innerlich im gegenwärtigen Moment niederzulassen.

Das ist spirituelle Praxis. Nur in diesem Augenblick können wir das entdecken, was zeitlos ist. Nur hier können wir Liebe finden, die wir suchen. In der Wirklichkeit des gegenwärtigen Augenblicks wachen wir auf und finden wir Frieden.

Ja, das ist unsere Erfahrung: Die Stille verändert in erster Linie uns selbst!

Dazu eine kleine Erfahrung: Als wir von Kolumbien zurückkamen fanden wir eine Wohnung in einer Genossenschaftssiedlung. Ganz oben im Haus wohnte eine alte Frau, nennen wir sie Frau Fisch, vor deren Bosheit uns viele Menschen gewarnt hatten. Wir versuchten unser

Bestes… und doch kam es vor, dass sie bei uns vorbei kam und mich bösartig beschuldigte für kleine oder scheinbar grosse Vergehen. Ich zitterte jeweils am ganzen Körper nach solchen Begegnungen und ich wusste: ‚ich muss ihr auf einer anderen Ebene begegnen‘.

So begannen wir, täglich für sie zu beten und sie in die Lichtmeditation zu nehmen. Es vergingen Monate, Weihnachten war nahe und Herr Fisch starb. Dadurch verlor sie den noch einzigen Menschen in ihrem Leben. In einer Meditation hatte ich den Impuls, Frau Fisch einzuladen, um mit uns den Heilig-Abend zu verbringen. Sie kam, sichtlich berührt und brachte unseren kleinen Kindern Mandarinen und wir genossen das friedvolle Zusammensein. Wir erlebten wirklich Weihnachten! Als wir dann nach einigen Monaten auszogen, weinte sie und wir haben sie bis zu ihrem Tod hie und da besucht.

Das Gebet, die Meditation verändert uns. Es befreit uns von der Umklammerung des kleinen, egozentrischen Ich und bringt uns in eine tiefere Verbindung mit uns selbst, mit andern Menschen, mit dem Leben überhaupt. Wenn wir uns verbunden, ja sogar eins fühlen mit andern, dann können wir einander gar nicht mehr Leid antun wollen, denn wir wissen, das Leid der Andern ist mein eigenes.

„Der Friede in der Welt beginnt in deinem Herzen“ sagt Thich Nath Han. Ein für mich sehr wirkungsvolles Heilmittel gegen inneren Ärger oder Un-zu-friedenheit ist ein kurzes Innehalten mit einer Meditation von Thich Nath Han. Er schlägt vor, folgende Worte in den Atem zu nehmen:

Einatmen – Ausatmen
Ruhe – Lächeln (und wirklich auch physisch lächeln!)
jetziger Moment – wunderbarer Moment

In meiner therapeutischen Arbeit mit Paaren mache ich folgende Erfahrung: Wenn die
Situation konfliktbeladen ist, die ausgesprochenen und versteckten Vorwürfe aktiv sind, wenn eine gehässige Atmosphäre herrscht, dann lade ich die Partner ein, einen Moment
zur Ruhe zu kommen, den eigenen Atem zu spüren… nichts anderes als das. Der nächste Schritt ist dann meist, dass sie sich aus dieser Zentriertheit heraus anschauen, den Kontakt zu sich selber behalten und gleichzeitig den Partner, die Partnerin wahrnehmen.

Sehr oft mache ich die Erfahrung, dass die Äußerungen, die aus dieser einfachen Übung
entstehen, mit viel größerer Offenheit angehört werden können und das Gespräch einen friedvolleren Verlauf nimmt.

Die Menschheit – Ein Organismus

Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels sind zwei friedensbewegte Menschen. Sie haben
zusammen mit Anderen das Heil- und Friedensbiotop Tamera in Portugal gegründet. Dort bieten sie eine drei- jährige Ausbildung für Friedensarbeit an. Eine gelebte Möglichkeit in einer Gemeinschaft, der Erde Sorge zu tragen und der Energie des Friedens Raum zu geben. Diese Ausbildung gibt den Menschen Instrumente in die Hand, Konflikte anzugehen und zu lösen und dem Frieden Raum zu geben. Kriegsakademien gibt es schon lange. Friedensuniversitäten, sind am Aufkeimen. Dieter Duhm schreibt:

“Krieg ist eine tiefe Erkrankung des Homo Sapiens. Eine echte Geisteskrankheit. Wenn
offiziell Dinge produziert werden für die Tötung von Menschen, dann befindet sich diese Gesellschaft in einer unfasslichen Erkrankung ihres Bewusstseins.“

Wie heißt diese Krankheit? Der Name der Krankheit ist: Vergessen. Wir haben vergessen, dass wir als Menschheit ein Leib sind. Ein Heilmittel gegen diese Krankheit heißt Stille. Das Loslassen von allen Einengungen und das Heimkommen ins Einheitsbewusstsein lässt uns erfahren: wir sind als Menschheit ein Leib, ja mehr noch, die ganze Erde, der ganze Kosmos sind das EINE – christlich ausgedrückt: die ganze Schöpfung ist Leib Christi. Alles ist aus dem gleichen „Stoff “gewirkt.

Durch diese Weitung unseres Geistes erfahren wir, dass wir uns selbst ausbeuten, wenn wir die Erde rücksichtslos ausbeuten. Dass wir uns selbst erniedrigen, wenn wir andere aus-nützen. Dass die Waffen, die wir in unseren Ländern herstellen uns selbst verletzen.

Wir erfahren aber auch, dass wir selber glücklich werden, wenn andere durch uns glücklich sind. Glück, kommt aus dem alten Wort Ge-lücke… von der Lücke. Immer wieder eine Lücke in unserem betriebsamen Alltag, die uns einsinken lässt in das Geheimnis der Einheit. Wenn wir uns immer tiefer darauf einlassen und unser Leben aus dieser Weisheit gestalten, dann beglückt und glückt uns das Leben. So erfahren wir: Friede und Gerechtigkeit sind Geschwister und was in mir selbst geschieht, hat Auswirkungen auf die Welt.

Das Bild kennen wir: Wenn das Wasser auf einem See ruhig wird, kannst du immer mehr
auf den Grund sehen. Es wird ganz still und du siehst du die Spiegelung des Himmels, der Bäume, der Sonne, der Wolken. Wenn du dann einen kleinen Kieselstein einwirfst, zieht er große Kreise.

In der Übertragung auf die Meditation: wenn unser Geist ruhig wird, wenn die Wellen sich legen, das trübe Wasser sinkt, wir immer tiefer schauen können, verbunden sind mit dem ganzen Leben, dann können wir eine Qualität einwerfen, wie einen Kieselstein – und er zieht große Kreise. Wir können die Qualität des Friedens einwerfen, sie zieht große Kreise. Ganz anders, als wenn der Geist unruhig ist.

Hat Stille einen Einfluss auf die Politik?

Vorweg die Antwort: Ja, Stille kann die Politik verändern oder Menschen, die die Stille pflegen, können aus ihr heraus politisch menschlicher handeln, mehr ausgerichtet auf das Wohl und die Menschenwürde und Rechte aller. Dieses Ziel hat sich auch die Integrale Partei IP Schweiz auf die Fahne geschrieben.

In einem Treffen der IP sammelten wir Gedanken zum Thema Stille als Chance für die Politik: Stille verstärkt die Lust am Zuhören, sie hilft, inne zu halten, schafft Zwischenraum, bietet mehr Chance für Konsens, weil das Mitgefühl gestärkt wird. Namhafte politische Menschen haben gezeigt, dass Stille und Meditation Aktion, Denken und Emotionalität in der Politik verändert: Mahatma Ghandi, die Frauen für den Frieden in Kolumbien, Dag Hammerskjöld, Nelson Mandela…

Zu den Auswirkungen der Meditation gab es schon verschiedene Experimente. Ein ganz
groß angelegtes Experiment war in Nordamerika 1992, in dem untersucht wurde, welche Auswirkungen die Friedensmeditation hat. Unter der Anleitung von Maharishi Mahesh Yogi wurde in vierundzwanzig großen Städten meditiert. Man untersuchte, was geschieht, wenn 1 Prozent der Menschen (100) in einer Stadt mit über 10‘000 Einwohnern meditiert. In verschiedenen Städten wurden die Meditierenden still und tauchten ein in die Erfahrung des inneren Friedens.

Die Frage der Untersuchung war: hat die Meditation Auswirkungen auf die Umwelt? Die
Ergebnisse waren beeindruckend. Obwohl an dieser Studie nur ein Prozent der Bevölkerung teilnahm, war die Veränderung deutlich messbar in allen 24 Städten. Solange die Meditation anhielt, gingen die Straftaten nachweislich zurück, es gab weniger Einbrüche, weniger Diebstähle, weniger Gewalt und sogar weniger Unfälle. Die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser hatten viel weniger zu tun während der Meditationszeit. Und zwar nicht nur in einer Stadt, sondern in allen 24 Städten. Nützt es, wenn wir für den Frieden sitzen? JA.

In verschiedenen Experimenten wurde dieses Resultat bestätigt. Eine Gruppe für internationale Friedensprojekte im mittleren Osten hat 1988 ein ähnliches Projekt durchgeführt. Auch bei diesem Versuch bat man Personen, sich mit dem inneren Frieden zu verbinden. Allerdings waren die Bedingungen in diesem Experiment sehr viel schwieriger. Es fand statt inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Libanon und Israel, die gerade damals ihren Höhepunkt hatten – und die Teilnehmer mussten ins Kriegsgebiet kommen. Man brachte also die Meditierenden in Kriegsgebiete in denen die Spannung am größten war. Und tatsächlich, das Ergebnis war wieder verblüffend. Während der Meditation, in der die Menschen mit dem inneren Frieden verbunden waren, reduzierte sich der Anzahl der Verbrechen und Terroranschläge, auch die Verkehrsunfälle nahmen ab – und wieder hatten die Krankenhäuser weniger zu tun. Dieser Versuch wurde ziemlich breit angelegt; man hat auch die verschiedenen Tage, wie Feiertage, Werktage berücksichtigt, sogar den Mondzyklus hat man beachtet. Und bei jedem Experiment war das Resultat ganz klar: die Gewaltakte gingen zurück.

Zuerst glaubte man noch, es braucht 1 Prozent der Bevölkerung, um diese Wirkung hervorzubringen. Mit der Zeit hat man gesehen, dass es sehr viel weniger Meditierende braucht um die beruhigende, friedensfördernde Wirkung hervorzubringen. Umgerechnet für die gesamte Weltbevölkerung bräuchte es etwa 7-8000 Menschen die rund um die Uhr am Meditieren sind um das Energiefeld des Friedens aufrecht zu erhalten. Solche Untersuchungen und Experimente sind eine Bestätigung dafür, dass Stille, auch wenn sie nicht nach außen sichtbar wird, Auswirkungen hat.

Im Frühling 2016 im Heft ‚Spuren‘, habe ich noch die Beschreibung eines ähnlichen Experiments entdeckt. Ein Sänger hat Menschen zusammen gerufen während der großen kriegerischen Auseinandersetzungen in Palästina. Sie haben Friedensmeditation praktiziert auf einem Hügel, rundherum war Gefecht. Sie saßen und sangen eine Stunde – und es wurde still.
Es wurde absolut still, kein Gewehrschuss. Die Menschen hörten auf zu meditieren, die
Wölfe begannen zu heulen und der Krieg ging weiter.

Subtiler Aktivismus wird das genannt. Auch wir können subtilen Aktivismus leben –
jeder und jede von uns!

Solche Phänomene erforscht auch die Quantenphysik unter dem Begriff der morphogenetischen Felder. Das, was wir geistig produzieren, hat Auswirkungen auf das Ganze. Wir erschaffen unsere Realitäten – und damit die Zukunft unserer Welt. Dadurch, dass wir uns mit dem Frieden verbinden, entsteht ein Kraftfeld, das über uns selbst hinausgeht.

Der Gruß und Wunsch des auferstandenen Christus für seine Freundinnen und Freunde: ‚Der Friede sei mit euch!‘ Da liegt doch unsere tiefe Sehnsucht!

„Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden.“

Margrit Schlegel-Wenk, Juni 2019


¹ Hans Rosling u.a., Factfullness – wie lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Ullsteinverlag 2018. Die Illustrationen und Charts dieses Buches basieren auf frei zugänglichem Material der Gapminder Foundation, entworfen von Ola Rosling und Anna Rosling-Rönnlund.

² J. Kornfield, Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens. Was uns bei unserer spirituellen Suche unterstützt. Köselverlag 1995

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