Pfingstfeuer

Von Margrit Wenk-Schlegel,
Spirituelle Leitung via integralis

Da sitzen sie
eingeschlossen
in den Mauern
der Angst
und Feuer
fällt vom Himmel
auf ihren Scheitel
den offenen

Ruach
die Geistkraft Gottes
durchflutet sie
Sie weinen
ob ihrer harten Herzen
und ihrer Enge
und werden weich
Das Feuer brennt
sich durch ihre Ängste
entbrennt sie
entflammt sie
Sie werden Feuer

Und ihr Mund
wird Gottes Mund
und sie reden
ihre ursprüngliche Sprache
die Sprache des Herzens
und plötzlich
verstehen sie sich
die Franzosen und Deutschen
die Menschen aus Syrien
verstehen die Schweizerinnen
die Afghaninnen und die Iraner
verstehen sich
und die Schutzsuchenden
aus Eritrea verstehen
dass sie Platz haben
in der neuen Heimat
denn sie alle verstehen
die Sprache des Herzens
die von den brennenden
Zungen gesprochen wird
den Zungen
die brennen

Den Zungen
entzündet vom Geist der Liebe
den Zungen
die das Feuer Gottes schmecken
und nicht anders können
als brennen
denn Liebe
die brennt

Und plötzlich
erhebt sich ein Brausen
durch die Gesellschaft
und die Türen öffnen sich
von Ämtern, Kirchen und Häusern
und die Einsamen
hören das Brausen
sie treten hinaus
und laden zu Tisch
und sie sitzen zusammen
und brechen das Brot
die Schwarzen Gelben
Roten und Weissen
und es hat genug
für alle
und sie trinken das Wasser
aus Quellen
die keinem gehören
Geschenk von der Erde
für alle

Und sie holen die Waffen
aus ihren Herzen
und werfen sie
ins Feuer der Liebe
das alle erwärmt
und die Herzen
tauen auf
und nicht die Gletscher
denn alle wissen
wir sind ein Teil dieser Erde
und das Leben ist eines.

Möge Pfingsten in uns wirken und ein Tätigkeitswort des Herzens sein.
Es pfingstet!

2 Gedanken zu „Pfingstfeuer“

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